Posts Tagged ‘Gedichte’
Schnipsel
Wie weich und sanft zeigt deine Hand
mir all die Schönheit dieser Welt,
und glüht so warm in unser Herzen Band,
wenn sie die meine zärtlich hält.
Strahl umd Strahl kommt Licht gekrochen,
die tiefe Nacht hat mir das Herz gebrochen.
Man sagte mir, ich sei das Salz der Erde
und, daß ich einmal glücklich werde,
doch gut gemeint ist aller Worte nicht [...]
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dustre Schatten
Siehst du nicht die dustren Schatten?
Die kalten Tränen, die sie fangen,
das arme Herz, das sie belangen,
einst sie doch selber eines hatten.
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Niemand
Ich bin der Niemand,
Schatten der Welt,
menschlicher Rand,
der immerzu fällt.
Ein Leben ohne Angesicht,
ungeliebt – sogar gehasst,
bin ich das ausgelöschte Licht,
das zu keinem passt.
Trockene Tränen und stumme Schreie,
erkennt niemand dieser Tage,
sodaß ich hilflos mich einreihe,
und den Griff zum Stricke wage.
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dunkle Gasse, viele Lichter
Dunkle Gasse, viele Lichter,
viele Sterne, schwarze Nacht,
inmitten dort stehn die Gesichter,
von denen keines zu mir lacht.
Die Sonne scheint für andre Orte,
für grüne Wälder, blaue Seen,
für Plätze ohne tote Worte,
für die, die niemals von uns gehn.
Du stehst an einem solchen Ort,
ich steh in einer solchen Gasse,
dein Herz umfließt das meine Wort,
worin ich mich ertränken lasse.
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Leichenkalt
Leichenkalt sind meine Hände,
in Trümmern liegt mein Leben;
die Tränen sprechen Bände
vom immergrünen Geben.
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Sonne
Hoch am Himmelszelt,
stehst du als Sonne mir,
gebrochen und gefesselt,
trag ich hinaus die Liebe dir.
Durch schwarz gefärbtes Augenlicht,
betrachte ich die Welt,
wohlwissend, daß das deine Licht,
was mich am Leben hält.
Allein in dustrer Nacht,
weine ich um mich,
das Leid, was mich so traurig macht,
ist, ich liebe dich.
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Sonnenlichtdieb
Gelbes Licht streift durch den Tag,
sein Strahl erwärmt mein Herz.
Die Wolken, wessen Last ich trag,
bringen tiefe Nacht und Schmerz.
Mit jedem Zug der kalten Luft
erfriert ein Schlag in meiner Brust.
Erstickend an dem süßen Duft,
ruf ich ein letztes Mal ihr zu:
Verlass mich nicht, fass meine Hand,
und wüte unter meinen Schwingen.
Führe mich ins grüne Land,
lass dein warmes Herz [...]
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Zu viel, zu wenig
Die Liebe, die mein Herz erfüllt,
zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben,
hat mich nun ins Dunkle gehüllt,
es sei sogleich und ganz vergeben.
Das Herz erfriert in schwarzer Welt;
unser Weg, der trennt sich hier,
was ist es, das mich dann noch hält?
Ich weiß nicht, doch vergebe dir.
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Lebendig
Und wie die Hand im Grase streift,
fühl ich mich so bewegt,
als hätt’ mir jemand ab und an,
ein bisschen Liebe hingelegt.
Auf den Wiesen, wo meine Sorgen lagen,
erstreckt sich endlos Grün;
als wollte es mir leise sagen,
meine Hoffnung wird noch blühn.
Fern und vergessen scheint mein Leiden,
als sei nichts als die Liebe,
zwischen uns beiden.
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Von der Unfähigkeit zu Sprechen
Von Angesicht zu Angesicht,
fass ich ihre Hand;
trotz allem Willen kann ich’s nicht;
die Welt hat mir den Mund verbrannt.
~
Die Stimme, tief aus meinem Herzen,
beliebt – so scheint mir – doch zu scherzen,
wenn sie mir sagt, was ich nicht kann;
des redens nimmer müde,
fang ich doch nie zu sprechen an.
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